Görlitz für Entdecker Görlitz gilt als Kleinod Europäischer Städtebaukunst – ein Ensemble von
der Gotik über die Renaissance, Barock und die Gründerzeit. Begleiten Sie uns auf dem Weg durch die mittelalterlichen Strassen und Gassen der Altstadt, bummeln Sie mit uns durch die mondänen Anlagen der Görlitzer Gründerzeit. Entdecken Sie Görlitz! Die nachfolgenden Orte und Sehenswürdigkeiten geben einen Einblick in den kulturellen Reichtum, die Eleganz und die Üppigkeit städtischen Lebens Damals wie Heute.
 Zu den grössten Schätzen der Görlitzer Altstadt zählen die Hallenhäuser. Die "Kaufmannsburgen" wie sie Goethe nannte, dienten als Wohnhaus, Handelshaus, Messeort und Warenlager, Brauhof und Ausschank. Viele der erhaltenen Hallenhäuser entstanden in der Zeit um 1500. Das Tor zur Straße und die anschließende Halle waren so gross, dass Pferdewagen hineinfahren und Waren auf- und abgeladen werden konnten, von der Galerie aus konnten Tuchhändler und Kunden Qualität und Wirkung der hier gehandelten Stoffe bestens begutachten.
Auf einer Felsenerhebung thront die domartige gotische Kirche St. Peter und Paul (1492 geweiht) als Nachfolgebau einer Pfeilerbasilika (1230) über dem Neißetal von Görlitz. Die grösste sächsische Hallenkirche beherrscht durch ihr kupfergedecktes Hochdach und ihren Türmen den historischen Altstadtbereich. Als Nachfolgebau einer Pfeilerbasilika (1230) entstand sie im 15. Jahrhundert als eine repräsentative fünfschiffige Hallenkirche. 1992 wurde die Restaurierung abgeschlossen. Zur Innenausstattung mit barockem Inventar gehört auch die „Sonnenorgel“ von Eugenio Casparini aus dem Jahre 1703, deren Prospekt ein Sonnenemblem schmückt.
Seit seiner Vollendung vor 500 Jahren ist das Heilige Grab unmittelbar vor den Toren der Görlitzer Altstadt das Ziel ungezählter Pilger und Reisender. Es gehört zu den Wahrzeichen der Stadt, ja verschaffte dieser den Ruhm eines „Lausitzer Jerusalem“. Bedeutung und Einzigartigkeit des Görlitzer Heiligen Grabes liegen aber nicht nur in den sagenhaften Umständen seiner Entstehung. Das Görlitzer Heilige Grab und der Ölberggarten als Bestandteil der Heilig Grab Anlage sind heute ein einmaliges Zeugnis für einen langen Wandel von Wirkung und Wahrnehmung. Aber ebenso ist es weiterhin ein lebendiger Begegnungsort für Besucher aus Nah und Fern. Als Ort ganz besonderer Prägung und Ausstrahlung hat es architektonisch und inhaltlich das Gewicht eines Monuments von europäischem Rang.
 Als 1945 alle sieben Neißebrücken von Görlitz gesprengt wurden, zerriss damit mehr als nur eine Verbindung über den Fluss. Die heutige moderne Altstadtbrücke entstand erst 2003/04 und ermöglicht nun wieder den direkten Weg von der Altstadt in den östlichen Teil der Stadt. Seit der Wiedererichtung der Altstadtbrücke hat sich vieles gewandelt in den beiden Städten. Längst schon ist die neue Altstadtbrücke zu einem Wahrzeichen geworden. Die Grenzanlagen sind weggefallen mit dem Beitritt Polens in die Europäische Union. Und so gelassen die Görlitzer und Zgorzelecer mit ihrer neuen Brücke umgehen, so einfach ist es für Besucher einen Fuss von Deutschland nach Polen zu setzen.
Die Städtischen Sammlungen für Geschichte und Kultur Görlitz sind die größten Görlitzer und eine der größten kommunalen Kultureinrichtungen in Sachsen. Besuchern wird die Möglichkeit geboten, Görlitz, seine Kultur und seine Geschichte kennen zu lernen. Im Barockhaus Neißstraße 30 wird Kunst und Kultur des 16. bis frühen 19. Jahrhunderts präsentiert. Neben der historischen Bibliothek stellen das Physikalische Kabinett und die Mineraliensammlung die wertvollsten Sonderkollektionen dar.
Seinen heutigen Namen erhielt der Kaisertrutz erst 1641, als die Schweden an dieser Stelle den kaiserlichen und kursächsischen Truppen trotzten. 1932 wurde der Kaisertrutz als Teil des heutigen Kulturhistorischen Museums eröffnet. Seine Dauerausstellung bietet den Besuchern eine umfassende Einsicht in die Sozial-, Wirtschafts- und Kulturgeschichte der Stadt. Archäologische Funde aus dem Stadtgebiet und dem Umland führen zurück bis in die frühe Besiedlungsgeschichte der Region vor über 1.000 Jahren.
 Görlitz verfügt nicht nur über eine spektakuläre Altstadt. Die
Gründerzeitviertel mit vollständig geschlossenen Gründerzeit- und
Jugendstil-Straßenzügen entstanden im Zuge der Industrialisierung zum
Ende des 19. Jahrhunderts. Neben herrschaftlichen Bank- und
Geschäftshäusern, eleganten Jugendstilvillen, beeindruckenden Schul- und
Kasernengebäuden sowie das majestätischen Stadttheater. Als Jugendstil-Warenhaus "Zum Strauss" vom jüdischen Kaufmanns Louis Friedländer nach dem Vorbild des Berliner Kaufhauses Wertheim erbaut, ist das Görlitzer Kaufhaus am Demianiplatz das einzige seiner Epoche, das noch heute in seiner ursprünglichen bautechnischen Form existiert. Das Gebäude beeindruckt vor allem durch seine kolossale Innenarchitektur.
Ein historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst erhebt sich im Süden der Stadt hoch über dem Neißetal. Das 475 Meter lange Neißeviadukt überspannt mit seinen 30 Bögen das 35 Meter tieferligende Neißetal und ermöglicht internationalen Zügen zwischen Deutschland und Polen die Querung der Grenze. Es wurde nach drei Jahren Bauzeit 1847 eröffnet.
Zgorzelec [zgɔ'ʒɛlɛʦ] ist die polnische Nachbarstadt von Görlitz, deren Ostvorstadt sie bis 1945 war. Die deutsche Stadt Görlitz und die polnische Stadt Zgorzelec an der Neiße bilden seit 1998 eine Stadt zweier Nationen. 1998 proklamierten beide Städte die „Europastadt Görlitz-Zgorzelec“, gingen damals entschlossen auf ein Ziel zu, das es in der offiziellen Politik noch gar nicht geben durfte: eine vereinte Stadt zweier Nationen, zweier Sprachen, zweier Kulturen.

Die Stadt Görlitz besitzt neben einem einzigartigen Denkmalreichtum über eine kunstvolle städtebauliche Struktur, die über Jahrhunderte bewahrt und umsichtig weiterentwickelt wurde. Ihr Denkmalbestand erstreckt sich nicht allein auf die vollständig erhaltene Altstadt mit ihrem mittelalterlichen Grundriss, den Bürger- und Handwerkshäusern der Spätgotik, der Renaissance und des Barock, sondern auch auf die grossflächigen Stadterweiterungen des 19. und 20. Jahrhunderts mit ihren anspruchsvollen Wohn-, Verwaltungs-, Sakral- und Industriebauten. Wie keine andere vergleichbare Stadt ist Görlitz ein dreidimensionales Geschichtsbuch, das eine mehr als neunhundertjährige städtische, architektonische und kulturelle Entwicklung visuell nachvollziehbar und dem Betrachter auf einzigartige Weise erfahrbar macht. Aus diesem Grund bewirbt sich die Stadt um die Aufnahme in die UNESCO Liste der Welterbestätten.
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